#freefede

Obwohl uns der nahende G7-Gipfel einige Kopfzerbrechen bereitet, nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Repression, war heute ein guter Tag für die antikapitalistische Linke gewesen. Am Morgen des 3. Juni wurde der Prozess um den italienischen Aktivisten Federico Annibale angesetzt, dem schwerer Landesfriedensbruch sowie Körperverletzung in besonders schwerem Fall vorgeworfen werden. Federico, kurz Fede, hatte am 18. März diesen Jahres gegen die Eröffnung des neuen Hauptquartiers der EZB protestiert, die durch ihre unerbittliche Sparpolitik verantwortlich ist für die Massenarmut und Arbeitslosigkeit in den südeuropäischen Staaten, insbesondere Griechenland.
Als um 8 Uhr der Prozess begann, hatte schon eine Anzahl von 200 Aktivist_innen vor dem Gerichtsgebäude laut Kritik an den vorherrschenden Verhältnissen geübt. Eine unglaublich solidarische Gemeinschaft,die Fede in dieser schweren Zeit begleitet hat. Aufgrund seines Geständnisses, fünf Steine in Richtung einiger Polizist_innen geworfen zu haben, wurde Federico zu 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Eine sehr harte Strafe wenn man bedenkt, dass Nazis und Rassist_innen oftmals straflos politische Gegner_innen und Flüchtlinge bedrohen können.
Wir wünschen Fede weiterhin viel Kraft auf seinem weiteren Lebensweg.
Solidarität ist eine Waffe.